Die Stiftung Centre Médical Dr. Gnipieven Tekombo unterhält eine Klinik, die ambulante und stationäre Behandlungen durchführt und mobile Einsätze in Dörfern organisiert und unterhält. Die Kernbereiche des Zentrums bilden Gynäkologie, Pädiatrie, Allgemeinmedizin, Chirurgie, Labor, Apotheke und Radiologie.
Partnerschaften mit Universitäten und Kliniken in Kamerun, der Schweiz und Deutschland werden realisiert, um einen fruchtbaren Austausch zwischen Wissenschaftler:innen beider Kontinente zu erreichen. Seit September 2022 wird PhD-Programm mit der Universität Basel realisiert.
Ein Alleinstellungsmerkmal (USP) ist das Angebot der «aufsuchenden Patientenarbeit». Diese Form der Dienstleistung – vergleichbar mit der Spitex in der Schweiz – ist in Kombination mit der Klinik für Kamerun aussergewöhnlich und wird andernorts so nicht angeboten. Mit diesem Spitex-Angebot werden vulnerable Zielgruppen – zum Beispiel alleinerziehende Mütter mit kranken Kindern – optimal betreut. Dieser Zielgruppe fehlen oft die Ressourcen, um die Klinik aufzusuchen, da gleichzeitig die Kinderbetreuung gelöst werden muss. Mit den Hausbesuchen wird ein sinnvolles und wertvolles Angebot geschaffen. Dieses werden wir im Rahmen der «Nachbetreuung von Patient:innen zu Hause» starten, da wir vorläufig nur über eine beschränkte Anzahl stationärer Betten verfügen.
Die Stiftung setzt mit ihrem Centre Médical folgende Schwerpunkte: Alle Menschen sollen Zugang zu medizinischer Versorgung haben, unabhängig von Herkunft, ethnischer Zugehörigkeit, Religion, sexueller Orientierung und politischer Einstellung.
Herr Patrick Aviolat, Direktor der Klinik vor Ort, leitet das Medizinische Zentrum. Herr Aviolat lebt seit über 30 Jahren in Kamerun (Yaoundé) und somit in unmittelbarer Nähe des Zielortes. Herr Aviolat war der entscheidende Faktor für die erfolgreiche Inbetriebnahme und Bekanntmachung des medizinischen Zentrums in Kamerun und verfügt über das notwendige Know-how und die persönliche Integrität, um ein solch komplexes Projekt erfolgreich aufzubauen und zu realisieren.
Zum Aufbau und Betrieb des Medizinischen Zentrums haben zahlreiche Stiftungsmitglieder und Partner:innen beigetragen. Es handelt sich dabei um interdisziplinäre Gruppen, die bei der Planung, der Umsetzung und dem täglichen Betrieb des Zentrums tatkräftig zur Seite stehen.
Besonders hervorzuheben ist die Unterstützung durch Professor Dr. Beat Stoll, Dozent an der Universität Genf. Hier ein Auszug aus einem Artikel in der Zeitung «Der Landbote» aus Winterthur:
«Julien [Tekombo] ist eine wahnsinnig engagierte Person», sagt sein Kollege Beat Stoll, Medizinprofessor an der Uni Genf. «Es war sehr erfreulich, mit ihm zusammenzuarbeiten.» (Muriel Blum, publiziert: 25.5.2023, 17.00 Uhr)
Professor Stoll hat dem Tekombo-Krankenhaus einen Grossteil der medizinischen Geräte vermittelt. Pensionierte Ärztinnen und Ärzte, die ihre Praxis auflösten, verkauften ihm ihre Röntgengeräte, chirurgischen Instrumente und Untersuchungsliegen zu einem Drittel des ursprünglichen Preises. Da Professor Stoll selbst jahrelang in Kamerun gearbeitet und in der Weltgesundheitsorganisation Kontakte geknüpft hat, konnte er die Geräte zollfrei nach Kamerun verschiffen.
In Zusammenarbeit mit einem kamerunischen Start-up-Unternehmen wurde das innovative «Hospital Information System» entwickelt, das alle Aspekte der Gesundheitsökonomie wie Qualitätssicherung und Optimierung interner Abläufe umfasst. Dieses digitale Verwaltungstool stellt für Kamerun einen wichtigen Fortschritt in der Medizininformatik dar.
Mit Ihrer Spende unterstützen Sie das Ado-Matter-Projekt und das Centre Médical Dr. Gnipieven Tekombo. Sie ermöglichen damit jungen Müttern und ihren Kindern in Kamerun eine bessere Zukunft. Viele dieser jungen Frauen befinden sich in einer verzweifelten Lage – ungewollt schwanger und ohne Zugang zu medizinischer Versorgung oder Bildung. Ihre Hilfe ermöglicht es uns, diesen Mädchen die Unterstützung zu geben, die sie dringend benötigen.